Barbusano (Apollonias barbujana) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Apollonia innerhalb der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Sie kommt nur im zentralen Makaronesien vor.
Beschreibung mini|Blüte mini|Früchte und Blätter mini|Gallen auf Laubblättern Vegetative Merkmale Barbusano ist ein langsamwüchsiger, immergrüner Baum, der Wuchshöhen bis zu 25 Metern erreicht. Die bräunliche, relativ glatte Borke ist im Alter schuppig bis abblätternd.
Die einfachen und kurz gestielten, ledrigen, steifen, kahlen Laubblätter sind eiförmig, -lanzettlich bis verkehrt-eiförmig, -eilanzettlich oder lanzettlich, ohne Drüsen sowie oberseits dunkelgrün und glänzend. Der Blattrand ist ganz, schwach umgerollt und gewellt, die Spitze ist rundspitz oder spitz bis zugespitzt, seltener abgerundet oder eingebuchtet. Auf der Blattfläche sind manchmal durch Gallen hervorgerufenen Ausbuchtungen, Blasen vorhanden.
Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die gestielten Blüten befinden sich in fast kahlen, rispigen Blütenstände an den Enden der Zweige. Die leicht duftenden, zwittrigen und kleinen Blüten mit einfacher Blütenhülle sind dreizählig. Die innen behaarten. gelblichen Tepalen stehen in zwei ungleichen Kreisen. Es sind neun kurze Staubblätter in drei Kreisen, im dritten Kreis mit paarigen Drüsen, sowie innen drei auffällige Staminodien mit pfeilförmigen Antheroden, mit jeweils behaarten Staubfäden vorhanden. Der Fruchtknoten mit kurzem Griffel und kopfiger Narbe ist knapp oberständig im kleinen Blütenbecher. Die glatten, ellipsoiden oder eiförmigen bis verkehrt-eiförmigen und einsamigen Früchte, Beeren mit beständigem Perigon sind ungefähr 1 bis 2 Zentimeter groß, olivenförmig, fleischig und im reifen Zustand blau-schwarz.
Vorkommen Barbusano kommt auf Madeira und den Kanarischen Inseln La Palma, La Gomera, El Hierro, Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura vor. Sie wächst in den Lorbeerwäldern, wo sie vor allem an trockeneren Standorten und im unteren Bereich vorkommt. Sie ist seltener als andere Lorbeergewächse.
Taxonomie Die Erstbeschreibung erfolgte 1801 unter dem Namen (Basionym) Laurus barbujana durch Antonio José Cavanilles in Anales de Ciencias Naturales Band 3, Seite 52–53. Die Neukombination zu Apollonias barbusana (mit „s“ statt „j“) wurde 1852 (1853) durch Alexander Braun in Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich Preussischen Staaten, Band 21, Seite 78 veröffentlicht. Synonyme für Apollonias barbujana sind Apollonias canariensis , Laurus canariensis , Phoebe barbujana , Laurus barbusana , Laurus reticulata , Persea canariensis , Apollonias barbujana , Apollonias ceballosii und Persea barbujana
Verwendung Das Holz ist hart und braun-rot und ist auch unter der Bezeichnung Kanarisches Ebenholz bekannt, ist wegen seiner Widerstandsfähigkeit und Härte sehr begehrt und wird unter anderem zur Möbelherstellung, Fabrikation von Kassettendecken und Türen genutzt.
Literatur Mohammed H. A . Loutfy: On the taxonomy of Apollonias Nees (Lauraceae). Evidence from general aspects and cuticular features of leaf & fruit. In: Taeckholmia Band 21(1), 2001, S. 59–80, doi: 10.21608/taec.2001.12455, (PDF). Philip Barker Webb: Histoire naturelle des Iles Canaries. Tome Troisème, Deuxième partie, Sectio III, 1836, S. 223 f., Tafel 201. eingescannt auf biodiversitylibrary.org.
Weblinks
Reiner Ehrig: Pflanzen der Kanarischen Inseln. Apollonias barbujana Apollonias barbujana bei Aboles Ornamentales. Apollonias barbujana bei Especies Vegetales en Canarias.
Einzelnachweise Cabrera Pérez: Die einheimische Flora der Kanarischen Inseln. 1999, ISBN 84-241-3550-4.
Kategorie:Lorbeergewächse Kategorie:Baum Kategorie:Endemische Pflanze Makaronesiens Kategorie:Holzart