100px|mini|Älteres Logo

Der PFK () ZSKA Moskau (), gewöhnlich ZSKA Moskwa, meist kurz ZSKA, im deutschsprachigen Raum auch als ZSKA Moskau bekannt, ist ein aus dem russischen Sportverein ZSKA Moskau hervorgegangener Fußballklub, der wegen seiner Verbindungen oftmals im Zusammenhang mit der Roten Armee genannt wird und in Moskau, der Hauptstadt des Landes, beheimatet ist. Die Fußballmannschaft gewann die sowjetische Meisterschaft siebenmal sowie sechsmal die russische Meisterschaft, darüber hinaus fünfmal den sowjetischen Pokal und neunmal den russischen. Außerdem gewann der Verein siebenmal den russischen Supercup. Seinen größten Erfolg konnte ZSKA Moskau 2005 feiern, als man als erster russischer Fußballverein den UEFA-Pokal gewinnen konnte. Der Klub ist ein Tochterunternehmen der staatseigenen Wneschekonombank.Stefan Scholl: Ukraine-Konflikt: Russlands Angst vor den Folgen der Sanktionen, Frankfurter Rundschau, 25. Februar 2022, abgerufen am 3. Juli 2022.

Geschichte Namenswechsel ZSKA Moskau wurde 1911 gegründet und erlebte – wie viele Vereine der ehemaligen Sowjetunion – einige Namenswechsel. Von 1928 bis 1950 hieß der Verein ZDKA Moskau (). Im Jahre 1951 erfolgte die Umbenennung in ZDSA Moskau (). Erneut wurde der Verein im Jahre 1957 in ZSK MO Moskau () umbenannt. Die Fußballabteilung trägt seit 1994 ihren bis heute gültigen Namen, PFK ZSKA Moskau ().

1911–1927: , (Gesellschaft/Klub der Skisportfreunde) 1928–1950: , (Sportklub des zentralen Hauses der Roten Armee) 1951–1956: , (Sportklub des zentralen Hauses der sowjetischen Armee) 1957–1959: , (Zentraler Sportklub des Verteidigungsministeriums) seit 1960: , (Zentraler Sportklub der Armee)

Sowjetunion Bis 1970 Seine erfolgreichste Zeit hatte der Verein gleich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Mannschaft gewann die Vizemeisterschaft in der ersten Austragung des wiederaufgenommenen Spielbetriebs der sowjetischen obersten Liga im Jahre 1945. Es folgten drei hintereinander folgende Meistertitel. 1949 wurde das Team erneut Zweiter. In den darauffolgenden beiden Spielzeiten konnte sich die Mannschaft erneut mit dem Meistertitel krönen. Die Geschichte der Fußballabteilung aus dieser Zeit ist eng mit der Eishockeyabteilung des Sportvereines dem HK ZSKA Moskau verknüpft, denn von den Führungsspielern wie Wsewolod Bobrow wurden beide Sportarten parallel betrieben.

Nach den erfolgreichen Zeiten wurden die Olympischen Spiele 1952 in Helsinki dem ZDSA Moskau zum Verhängnis. Die Spieler des Klubs bildeten den Kern der Sbornaja, die nach zähen Verhandlungen erst kurz vor dem olympischen Fußballturnier dem Weltfußballverband FIFA beigetreten war. Auch der Trainer Boris Arkadjew war gleichzeitig in der Nationalmannschaft und beim Armeeklub beschäftigt. Doch bereits im Achtelfinale kam das Aus. Die 1:3-Niederlage im Wiederholungsspiel (die erste Partie endete mit 5:5-Unentschieden) gegen Jugoslawien war aus sportlicher Hinsicht ein nationales Desaster. Da sie ausgerechnet gegen Jugoslawien verloren, war ein weiterer Affront, denn seit 1947 befanden sich beide Länder in einem politischen Konflikt. Die Niederlage hatte für ZDSA und seine Spieler schwerwiegende Konsequenzen. Der sowjetische Machthaber Josef Stalin ließ den Verein am 18. August 1952 auflösen. Für Geheimdienstchef Lawrenti Beria war das olympische Ausscheiden die perfekte Gelegenheit, den erfolgreichen Stadtrivalen zu eliminieren. Als Chef des KGB war er gleichzeitig Ehrenpräsident von FK Dynamo Moskau – dem Verein des Geheimdienstes. Auch für die meisten Spieler von ZDSA war ihre Nationalmannschaftskarriere beendet.Von Stalin zerschlagen, nun wieder oben: ZSKA Moskau fordert den FC Bayern

Nach zwei Spielzeiten Abstinenz und nachdem Stalin im Frühling 1953 gestorben war sowie Berija im Dezember gleichen Jahres erschossen wurde, wurde ZDSA Moskau im Jahre 1954 auf Initiative des damaligen sowjetischen Verteidigungsministers Nikolai Bulganin wieder gegründet. Kurze Zeit danach gewann die Mannschaft den sowjetischen Fußballpokal 1955 als im Finale Dynamo Moskau mit dem legendären Torwart Lew Jaschin, der in der Finalpartie vom Platz gestellt wurde, bezwungen wurde. Erst 1970 wurde der nächste Titel gefeiert. In diesem Jahr wurde ZSKA erneut sowjetischer Meister, dabei sammelte die Mannschaft die gleiche Anzahl an Punkten wie auch Dynamo Moskau. Das erste Entscheidungsspiel am 5. Dezember 1970 im usbekischen Taschkent endete torlos. Am nächsten Tag wurde das zweite Entscheidungsspiel nach 1:3-Rückstand noch mit 4:3 gegen Dynamo gewonnen. Die Mannschaft von ZSKA hatte sich durch den Gewinn der Meisterschaft für die erste Runde des Europapokals der Landesmeister qualifiziert. Zuerst wurde Galatasaray Istanbul ausgeschaltet, anschließend schied ZSKA gegen den belgischen Vertreter Standard Lüttich aus.

1971 bis 1991 1984, als von 68 möglichen lediglich 19 Punkte erkämpft wurden, musste der Verein den erstmaligen Abstieg in seiner Geschichte in die Zweitklassigkeit verkraften, wo ZSKA zwei Spielzeiten verbrachte. 1987 folgte der zweite Abstieg. Erneut konnte sich ZSKA nach zwei Saisons in der Perwaja Liga zurückkämpfen, sicherte sich sofort die Vizemeisterschaft und gewann sogar die letzte Austragung der Fußballmeisterschaft der Sowjetunion im Jahre 1991. Durch den Meistertitel aus der Saison 1991 qualifizierte sich ZSKA Moskau für die erste Runde der UEFA Champions League 1992/93, wo die isländische Mannschaft von Víkingur Reykjavík bezwungen wurde. Anschließend wurde in der zweiten Runde der spanische Spitzenverein FC Barcelona besiegt. Die Gegner in der Gruppe A waren der spätere Gewinner der laufenden Champions League Olympique Marseille, die Glasgow Rangers und der FC Brügge. Als Gruppenvierter mit nur zwei Unentschieden bei vier Niederlagen konnte ZSKA Moskau nicht an die Leistungen aus den Begegnungen mit dem FC Barcelona anknüpfen und schied aus dem Wettbewerb aus.

Russland 1992 bis 2004 Der PFK ZSKA Moskau war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einer der Gründungsmitglieder der neugeschaffenen russischen Obersten Liga. In den ersten sechs Spielzeiten belegte die Mannschaft die Plätze im Tabellenmittelfeld. Drei Heimspiele in der Champions-League-Saison 1992/93 trug ZSKA im Berliner Olympiastadion und dem Ruhrstadion Bochum aus. In der Saison 1998 wurde die erste Vizemeisterschaft und in der nächsten Spielzeit der dritte Rang erkämpft. In den darauffolgenden beiden Spielzeiten belegte ZSKA Moskau erneut Plätze im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Am 19. August 2001 prallte der damalige ZSKA-Torwart Serhij Perchun mit einem gegnerischen Stürmer zusammen und erlag am 28. August 2001 den dabei erlittenen Verletzungen. Ihm zu Ehren wird das Trikot mit der Rückennummer 16 nicht mehr vergeben. In der Saison 2002 gewann die vom Russen Waleri Gassajew trainierte Mannschaft erneut die Vizemeisterschaft. 2003 wurde der erste Meisterschaftsgewinn in der russischen Eliteliga gefeiert.Чемпионство — 2003 Danach wurde der Cheftrainer Waleri Gassajew überraschend entlassen. Als sein Nachfolger wurde der Portugiese Artur Jorge verpflichtet.Пресс-служба ЦСКА: главным тренером команды стал Артур Жорже Unter dem neuen Trainer konnte das Team nicht an die Leistungen aus der Meistersaison anknüpfen. Somit wurde bereits im Juli 2004 als ZSKA auf den fünften Tabellenplatz abgerutscht war Artur Jorge nach nur einer achtmonatigen Amtszeit wieder entlassen.Жорже уволен - главным тренером ЦСКА вновь будет Газзаев Unter dem zurückgekehrten Waleri Gassajew konnte ZSKA 2004 noch den Vizemeistertitel gewinnen.

Seit 2005 mini|Fankurve von ZSKA vor einem Derby gegen Spartak

In der Saison 2005 war die Mannschaft über die Qualifikation zur UEFA Champions League in die Endrunde der Königsklasse gelangt, belegte nach der Vorrunde den dritten Platz und nahm deshalb anschließend am UEFA-Pokal teil. Der Einzug ins Finale war jedoch von schweren Ausschreitungen der ZSKA-Fans im Rückspiel des Halbfinals gegen den FC Parma (3:0) überschattet. Der Torwart von Parma, Luca Bucci, war von einem Feuerwerkskörper aus der ZSKA-Fankurve verletzt worden und musste später ausgewechselt werden.Parma legt nach Petarden-Attacke Protest ein Der europäische Fußballverband UEFA entschied, das Ergebnis anzuerkennen, ZSKA jedoch mit einer Europapokal-Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit (ein weiteres Heimspiel zur Bewährung) zu bestrafen. Der Verein musste zudem eine Geldstrafe in Höhe von 65.000 Euro entrichten.Strafe für ZSKA Moskau: Zu „Geisterspiel“ verdonnert

Anschließend, am 18. Mai 2005 gewann die Mannschaft als erste russische Mannschaft überhaupt einen europäischen Pokal, den UEFA-Pokal 2004/05 im José-Alvalade-Stadion zu Lissabon, Portugal, gegen Sporting Lissabon mit 3:1.Uefa-Pokal-Finale: ZSKA Moskau schreibt Fußball-Geschichte Danach verlor die Mannschaft am 26. August 2005 das Supercup-Spiel gegen den englischen Club FC Liverpool im Stade Louis II, Monaco, mit 1:3 n. V.2005: Cissé secures hat-trick for Liverpool In diesem Jahr holte sich ZSKA den zweiten russischen Meistertitel in der Premjer-LigaЦСКА - чемпион России 2005 года! und den russischen Pokal.

Die Mannschaft von ZSKA hatte sich durch den Gewinn der Meisterschaft 2005 für die dritte Qualifikationsrunde zu der UEFA Champions League 2006/07 qualifiziert und kam gegen MFK Ružomberok weiter. Nach der Gruppenphase belegte ZSKA den dritten Platz und war somit für die Runde der letzten 32 im UEFA-Pokal qualifiziert, schied dort jedoch gegen den israelischen Vertreter Maccabi Haifa aus. In der Saison 2006 holte ZSKA das nationale Triple, denn die Mannschaft gewann alle drei nationalen Titelkämpfe: die Meisterschaft,ЦСКА чемпион России 2006 года den Pokal und den russischen Supercup.

ZSKA war als russischer Meister für die UEFA Champions League 2007/08 qualifiziert. Nach der Gruppenphase belegte ZSKA mit nur einem einzigen Unentschieden bei fünf Niederlagen den vierten und letzten Platz und schied aus. In der russischen Meisterschaft 2007 wurde ZSKA Dritter, gewann jedoch den russischen Supercup.

In der ersten Saisonhälfte 2008 spielte ZSKA weit unter den Erwartungen und belegte zur Saisonpause sogar nur den enttäuschenden siebten Platz. Nach der Europameisterschaft stellte Waleri Gassajew, der zu dieser Zeit seinen Rücktritt zum Saisonende bekanntgab,Valery Gazzaev has left PFC CSKA die Spieltaktik auf vier Verteidiger um und ließ den jungen Alan Dsagojew spielen, der als eines der größten Talente im russischen Fußball galt. Dadurch beendete ZSKA seine Negativserie und zeigte fortan effektiven Fußball. Zum Meistertitel reichte es aber nicht mehr, und ZSKA holte die Vizemeisterschaft hinter Rubin Kasan. Im UEFA-Pokal 2008/09 war ZSKA die einzige Mannschaft, die aus vier Gruppenspielen zwölf Punkte holen konnte. Danach war die Mannschaft bis ins Achtelfinale vorgestoßen, wo sie dem späteren UEFA-Pokal-Sieger Schachtar Donezk aus der Ukraine nach einem 1:0-Heimerfolg und anschließender 0:2-Auswärtsniederlage unterlegen war. Außerdem gewann das Team zum dritten Mal den russischen Pokal.Кубок России по футболу-2008 завоевал ЦСКА

zentriert|mini|625px|Die Moskauer Mannschaft 2008