Alexandre Canigiani (* im 16. Jahrhundert in Florenz; † 21. März 1591 in RomVenard 2002, S. 226) war ein italienischer römisch-katholischer Erzbischof in Frankreich.

Leben und Karriere Alessandro (französisch: Alexandre) Canigiani war der Vetter von Julien de Médicis. Nach dem Studium von Theologie und Rechtswissenschaft in Rom wirkte er in Mailand im Umkreis von Karl Borromäus. 1576 folgte er seinem Vetter als Erzbischof von Aix-en-Provence nach. Sein Wirken im Erzbistum orientierte sich an Karl Borromäus. Unter Beteiligung der Bischöfe von Apt, Gap, Riez und Sisteron sowie des Generalvikars von Fréjus hielt er 1585 zur Verbreitung der Lehre des Konzils von Trient eine Provinzsynode ab. Vom 13. bis zum 31. Januar 1590 reiste er im Auftrag des Päpstlichen Legats Enrico Caetani von Lyon nach Toulouse und inspizierte die Bistümer Saint-Flour, Rodez, Albi und Lavaur.Venard 2002

Werke Decreta synodi provincialis Aquensis anno 1585 habitae. Aegidius Beysius. Paris 1586. (Gilles Beys)

Literatur Leonardo Salviati: De Dialogi d'amicizia. Libro primo. Giunti, Florenz 1564. (darin ein Brief von Alessandro Canigiani an Silvano Razzi, 1527–1611) Marc Venard: Un rapport sur la Ligue en France méridionale au début de l'année 1590. In: Annales du Midi 238, 114, 2002, S. 225–231.

Weblinks

Eintrag in der Enciclopedia Treccani, italienisch

Einzelnachweise

Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (16. Jahrhundert) Kategorie:Person (Republik Florenz) Kategorie:Erzbischof von Aix-en-Provence Kategorie:Historische Person (Italien) Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1591 Kategorie:Mann