mini|Verbreitungsgebiet des Goldbauchvireos
Der Goldbauchvireo (Vireo hypochryseus), Syn. Pachysylvia hypochrysea, ist eine Vogelart aus der Familie der Vireos (Vireonidae).Goldbauchvireo, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 15. Januar 2026.P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
Der Vogel ist endemisch im Westen Mexikos von Südsonora südlich bis Oaxaca.
Nicht von allen Taxonomien wird die Zuordnung des Vogels in die Gattung Vireo akzeptiert. Im Jahre 2014 schlugen D. Slager und J. Klicka vor, einige Vireoarten in die wieder auflebende Gattung Pachysylvia (Bonaparte, CLJL, 1850) zu verschieben.David Slager, John Klicka: Polyphyly of Hylophilus and a new genus for the Tawny-crowned Greenlet(Aves: Passeriformes: Vireonidae). In: Zootaxa. 2014, Band 3884, Nummer 2 doi:10.11646/zootaxa.3884.2.8. Dieser Auffassung schlossen sich 2016 BirdLife International mit dem Handbook of the Birds of the World an,BirdLife International: Handbook of the Birds of the World and BirdLife International digital checklist of the birds of the world, Version 9, 2016, BirdLife Checklist 9.0 Abgerufen am 13. Januar 2026. ebenso in der Version 10 aus dem Jahre 2025.HBW and BirdLife International: Handbook of the Birds of the World and BirdLife International digital checklist of the birds of the world, Version 10, 2025, 10. Abgerufen am 13. Januar 2026.
Der Lebensraum umfasst tropischen Laubwald, trockene bis mäßig feuchte Buschlandschaften, Waldränder und Plantagen vom Tiefland bis 1900 m Höhe.C. I. Rodríguez-Flores, C. A. Soberanes-González, M. d. C. Arizmendi, G. M. Kirwan und T. S. Schulenberg: Golden Vireo (Vireo hypochryseus), version 1.0. In: T. S. Schulenberg (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Vireo hypochryseus
Der Artzusatz kommt von .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
Merkmale Die Art ist 11–13 cm groß und wiegt zwischen 10 und 14 g. Dieser Vireo ist auf der Oberseite gelblich olivgrün und auf der Unterseite zitronengelb, an den Flanken etwas olivgrün überhaucht. Hauptmerkmale sind der breite gelbe Überaugenstreif und der gelbe Zügel. Die Flugfedern sind dunkelbraun bis grau mit blassen gelblich olivgrünen Rändern, die an den äußeren Handschwingen blass grau oder grauweiß werden.
Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind am Scheitel und an der Oberseite braun überhaucht, an der Unterseite heller. Die Iris ist dunkelbraun, der kräftige hakenförmige Schnabel ist fleischfarben bis grau, die Beine und Füße sind blaugrau.
Kein anderer Vireo hat durchgehend so eine kräftig gelbe Unterseite, eine Verwechslung ist eher möglich mit dem Mönchswaldsänger (Cardellina pusilla), der aber kleiner und schlanker ist mit dünnerem Schnabel und meist einen schwarzen Scheitelfleck aufweist.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List Shrikes, vireos, shrike-babblersAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 V. h. nitidus , 1934A. J. Van Rossem: Vireo hypochryseus nitidus. In: Bulletin of the Museum of Comparative Zoology, Band 77, Heft 7, S. 465, 1934, Biodiversity Library – Südsonora im Nordwesten Mexikos, heller und reiner gelb an der Unterseite, weniger oder keine Grünanteile an den Flanken V. h. hypochryseus , 1863, Nominatform V. h. sordidus , 1898,E. W. Nelson: Vireo hypochryseus sordidus. In: Proceedings of the Biological Society of Washington, Band 12, S. 10, 1898, Biodiversity Library – Marias-Inseln zum Staate Nayarit gehörend, matter, mehr olivgrüne Färbung am Rücken, Unterseite schmutziger grünlich gelb, größerer Schnabel mit dunklerer Hornfarbe
Stimme Die Lautäußerungen werden als schnelle Folge klarer Töne beschrieben, der letzte nach oben gezogen wie „whee-whee-whee-wheet“ oder „jujujujujeet“, mitunter auch als „tsik, deeu-deeu-deeu-deeu-deeu-deeu tik“.
Lebensweise Die Art ist ein Standvogel und wahrscheinlich monogam. Der Vogel stelzt gern den Schwanz und sträubt die Kopffedern bei Erregung. Er kommt auch mal in gemischten Jagdgemeinschaften vor. Die Nahrung wird in mittlerer bis oberer Baumebene gesucht, vermutlich überwiegend Insekten, aber auch Früchte.
Die Brutzeit dürfte zwischen Juni und Juli liegen. Das schalenförmige Nest wird 3 bis 6 m über dem Boden an eine kleine Astgabel gehängt. Das Gelege besteht aus drei kräftig mit rötlichen Streifen und Flecken versehenen Eiern.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).
Literatur P. L. Sclater: Vireo hypochryseus. In: Proceedings of the Zoological Society of London, Band 3, S. 369, Abb. 46, 1862, Biodiversity Library. Die Ausgabe der Zeitschrift stammt aus dem Jahr 1862, aber die Artenbeschreibung wird auf das Jahr 1863 datiert.
Weblinks
Macaulay Library
Einzelnachweise
Kategorie:Vireos Kategorie:Endemisches Tier Mexikos