mini|hochkant|Wappen der Schreiter von Schwarzenfeld in Siebmachers Wappenbuch Schreitter von Schwarzenfeld bzw. Schreitter-Schwarzenfeld auch Schreiter bzw. Schneitt ist der Name eines österreichischen Briefadelsgeschlechts. Die Familie stammte wie die weitläufig verwandten Putz von Breitenbach, Mießl von Zeileisen und Seeling von Säulenfels ursprünglich aus dem böhmischen Teil des Erzgebirges.
Geschichte Die Stammreihe beginnt mit dem Müller von Chodau Andreas Schreitter. Sein Enkel, der Müller Michael Schreitter, heiratete am 19. Mai 1749 in Bärringen Maria Anna Reinwarth, die Tochter des Müllers von Salmthal Caspar Reinwarth und dessen Ehefrau Maria Magdalena geborene Putz, Nichte des Bergmeisters Christoph Adalbert Putz.
Aus der Ehe ging u. a. der Sohn Ignaz Schreitter (* 30. Juli 1749 in Salmthal; † 29. Juni 1824 auf Schloss Weitentrebetitsch) hervor. Letzterer Stammvater der Schreitter von Schwarzenfeld war ein fähiger Ökonom, Wohltäter und Anhänger des Josephinismus. Von 1774 bis 1778 agierte er als Beamter des Markgrafen von Baden-Baden in Lobositz an der Elbe. Darauf pachtete er die Fideikommiss-Herrschaft Fünfhunden der Grafen Thunsch. 1779 wirkte er als Administrator der Herrschaft Weitentrebetisch mit Teutschen-Rust, Gödesin, Tscheraditz und Ledan. 1788 kaufte er das landständische Gut Michelsdorf bei Podersam und 1797 die Herrschaft Weitentrebetitsch. Das Gut Michelsdorf erhielt 1811 sein dritter Sohn Ignaz. 1818 kaufte er das Gut Luschitz bei Kaaden. Für die Gründung des Badehauses Steinschönau bei Teplitz, ldie Unterstützung verwundeter Soldaten, die Förderung der Ökonomie und der beim Stadtbrand von Niemes verunglückten Einwohner erhob Kaiser Franz I. Ignaz Schreitter am 30. Juni 1807 in Wien in den erbländisch-österreichischen Adelsstand mit dem Prädikat „von Schwarzenfeld“. Für den Bau von Schulen auf seinen Gütern, die Mildtätigkeit gegenüber seinen Untertanen und die Zuwendungen an den Invalidenverein erlangte er von Kaiser Franz I. am 1. Dezember 1815 in Wien den erbländisch-österreichischen Ritterstand, ein Wappen mit zwei Helmen und das böhmische Inkolat. Aus seiner am 13. Januar 1776 in Lobositz geschlossenen Ehe mit Anna Franziska Josefa Schuster (* 13. Oktober 1749 in Lobositz; † 8. Oktober 1814 auf Schloss Weitentrebetitsch), der Tochter des Bürgers und Stadtphysikus Johann Philipp Schuster, gingen sieben Kinder hervor.
Persönlichkeiten Adolf Schreitter von Schwarzenfeld (1854–1923), österreichischer Maler und Offizier Anton Schreitter-Schwarzenfeld (1882–1944), Kommunalpolitiker, Oberamtsrat, Bürgermeister von Karlsbad Gertrude von Schwarzenfeld (1906–2000), deutsche Schriftstellerin, Illustratorin, Journalistin und Malerin Horst Schreitter-Schwarzenfeld (1940–2011), deutscher Journalist Karl Schreitter von Schwarzenfeld (1880–1968), deutscher Jurist, Rechtsanwalt und Aufsichtsratsvorsitzender Walter Schreitter von Schwarzenfeld (1857–1938), österreichischer Generalmajor
Wappen Blasonierung: Durch eine bis oben reichende schwarze Spitze gespalten; vorne in Gold ein schwarzer Adler; hinten in Rot ein silberner Löwe und in der Spitze selbst auf grünem Dreiberg drei goldene Ähren. Zwei gekrönte Helme: I. mit schwarz-goldenen Helmdecken zwischen einem offenen schwarzen Flug die drei Ähren; II. mit rot-silbernen Decken zwischen zwei von Silber und Rot verwechselt geteilten Büffelhörnern der Löwe wachsend.Meraviglia-Crivelli (1886), S. 28.
Literatur Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 8: Saackhen, Wailckhl v. Saackhen – Steinhauer zu Bulgarn. Leipzig 1868, S. 339 (Google Bücher). Rudolf Johann von Meraviglia-Crivelli: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 4 (Habsburgermonarchie), 9. Abt.: Der Böhmische Adel, Nürnberg 1886, S. 28 (uni-goettingen.de) u. Tfl. 23 (uni-goettingen.de).
Weblinks Österreichisches Staatsarchiv: AT-OeStA/KA NL 1061 (B) 1061 (B) Schreiter von Schwarzenfeld, Walter Ritter, s.d. AT-OeStA/KA NL B/1061.2 Familienchronik der Ritter Schreitter von Schwarzenfeld, s.d.
Einzelnachweise
Kategorie:Österreichisches Adelsgeschlecht Kategorie:Böhmisches Adelsgeschlecht