Karl-Heinz Stienen (* 11. Juli 1932 in Duisburg; † 17. Februar 2004 in KrefeldKarl-Heinz Stienen MdB fraktionsprotokolle.de der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien) war ein deutscher Politiker. Er erhielt 1986 das Bundesverdienstkreuz.
Stienen wuchs in Krefeld-Linn auf, studierte Rechtswissenschaft und promovierte 1963 zum Dr. jur. an der Universität zu Köln mit der Dissertation Grenzen der Tarifmacht. Die sachlichen Grenzen der gesetzlichen Ermächtigung der Tarifvertragsparteien zur Schaffung von Inhaltsnormen. Er praktizierte bis 1977 als Rechtsanwalt in Krefeld.Ordentlich draufhauen spiegel.de, 2. Juni 1977, aus Der Spiegel 25/1977 Bei der Bundestagswahl 1972 wurde Stienen mit 51,9 % der Stimmen im Bundestagswahlkreis Krefeld in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte ihm von 1972 bis 1976 als Mitglied der SPD an. 1976 verließ er die SPD, nachdem er bei der Kandidatenaufstellung zur Bundestagswahl 1976 einem Jungsozialisten unterlegen war. Daraufhin gründete er mit Willi Sinnecker und Hans-Günther Weber die Soziale Demokratische Union (SDU). Vom 1. Februar 1977 bis zum 31. Januar 1997 war er Stadtdirektor in Krefeld.
Stienen hatte 1975 Solschenizyns Der Archipel Gulag gelesen und verfasste unter diesem Eindruck als Leiter der Programmkommission der SDU mit Sinnecker, Kissel, Klaer und Kalanke das auf dem Gründungsparteitag der SDU am 17./18. Juni 1977 beschlossene SDU-Grundsatzprogramm. Über den Status einer Kleinpartei kam die SDU allerdings nicht hinaus.
Einzelnachweise
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