mini|Am Konstanzer Münster enden die Via Beuronensis und der Oberschwäbische Jakobsweg, um als Schwabenweg in und durch die Schweiz weiterzuführen mini|Wegweiser am Konstanzer Münster mini|Holzsteg Rapperswil–Hurden mini|Die Beschilderung der ViaJacobi mini|Kapelle St. Meinrad auf dem Etzelpass mini|Wegweiser in Kreuzlingen mini|Teufelsbrücke in Egg mini|Die Teufelsbrücke auf einem Holzstich, im Hintergrund der Etzelpass und der Etzel mini|Der Jakobsweg über den Etzelpass nach Einsiedeln auf einer historischen Abbildung Der Schwabenweg ist ein Teil des seit dem zwölften Jahrhundert begangenen Jakobswegs, der die deutschsprachigen Länder mit der französischen Via Gebennensis (siehe GR 65) und Via Podiensis verbindet. Der Name rührt daher, dass im Mittelalter vorwiegend Schwaben über Konstanz nach Einsiedeln in der Schweiz pilgerten.Hartmut Engel, Schweiz: Jakobsweg vom Bodensee zum Genfer See, Welver 2010, 6. Auflage, S. 34 Der Schwabenweg ist Teil der nationalen Wanderroute Nr. 4 ViaJacobi von SchweizMobil.
Die Routen Hauptroute Die eine Route des Schwabenwegs führt von Konstanz über Schwaderloh und Altenklingen nach Märstetten. Dann geht es an die Thur, über die Brücke nach Amlikon und in gerader Richtung nach Fischingen, wo die Pilger früher bei der ehemaligen Benediktiner-Abtei Halt machten, über die Höhen des Hörnli, weiter ins Tösstal über Steg nach Rapperswil am Zürichsee. Zwischen diesem Ort und dem jenseitigen Ufer, der tief in den See einschneidenden Landzunge Hurden, bestand früher eine Fähre. Während einer Überfahrt im September 1345 gingen bei einem Sturm vierzig Menschen unter. In der Folge wurde ab 1358 eine Holzbrücke über den See erbaut, an deren Ende seit 1497 eine Kapelle steht. Der Holzsteg wurde im Jahr 1878 durch einen Seedamm überflüssig und abgebrochen. 2001 wurde der neue Holzsteg eröffnet.
Von Hurden führt die Pilgerstrasse über das schwyzerische Pfäffikon den steilen Etzelhang hinauf zum Etzelpass und an seinem Südabhang hinunter zur Sihl. Dort liess Abt Gero von Einsiedeln (1101 bis 1122) bei Egg die Teufelsbrücke bauen, die den Weg nach dem nahen Einsiedeln erleichterte.
Varianten Die andere Möglichkeit, den Jakobsweg zu begehen, führt über Lindau, Bregenz, St. Gallen, Wattwil nach Rapperswil und von dort zum Kloster Einsiedeln.
Es ist auch möglich, den Münchner Jakobsweg mit dem Schiff von Lindau und Bregenz nach Konstanz fortzusetzen.Monika Hanna, Der Münchner Jakobsweg. Wandern auf dem Pilgerweg von München an den Bodensee, München 2007, 3. Auflage, S. 169
Beim Vierwaldstättersee teilt sich der Weg wieder: Am einen Weg liegen der Brienzer- und Thunersee, an der anderen Möglichkeit Burgdorf und das Emmental.
Dieser Fernwanderweg wird in katholischen Gebieten noch heute gesäumt von zahlreichen Wegkreuzen und Wegkapellen. Auch die Namen der früheren Pilgerherbergen wie „Zum Englischen Gruss“, „Engel“ oder „Kreuz“ sind Zeugnis der jahrhundertealten Pilgertradition.
Zuführungen von Norden und Osten Einer der wichtigsten Zubringer zum Schwabenweg stellt seit 1998 der Oberschwäbische Jakobsweg dar, der vom Ulmer Münster zum Konstanzer Münster führt.
Ein weiterer Zubringer ist seit 2003 der Münchner Jakobsweg, der von Oberbayern durch das Allgäu in die Schweiz führt.Monika Hanna, Der Münchner Jakobsweg. Wandern auf dem Pilgerweg von München an den Bodensee, München 2007, 3. Auflage, S. 25 und S. 169 Auch der Bayerisch-Schwäbische Jakobsweg, der am Ende mit dem Münchner identisch ist, mündet damit entweder in den Appenzeller Weg oder in den Schwabenweg, je nachdem, welche Entscheidung man am Bodensee trifft.
Ein dritter Zubringer ist seit 2009 mit der Via Beuronensis beschrieben und markiert. Dieser Weg verbindet den Neckarraum mit dem Bodensee und führt über die namensgebende Benediktinerabtei Kloster Beuron.
Streckenverlauf Foto Gemeinde Ort / Gebäude Bemerkung Distanz ab Konstanz[km]50pxKonstanz Münster Im Mittelalter war Konstanz ein Sammelplatz der Pilger aus Schwaben. Bis Santiago sind es 2340 km 050pxKreuzlingen ehem. Gasthaus „Zum Englischen Gruss“Ehemalige Pilgerherberge 150pxKreuzlingen Kapelle BernrainPilgerkapelle Heiligkreuz 1388 erbaut 250pxMärstetten Kirche St. JakobDie Kirche wurde 1155 erstmals erwähnt 1350pxAmlikon KaltenbrunnenBis zum Jahr 1727 konnte die Thur hier nur mit einer Fähre überquert werden 1550pxTobel Johanniterkomturei1226 gegründet 2350px Münchwilen St. MargaretenPilgerkapelle St. Margareten 2750pxSirnach Gasthaus EngelPilgerherberge 3050px Fischingen Kloster Fischingen Das Kloster wurde 1138 gegründet 3550px Fischingen AuPfarrkirche St. Anna, 1275 erstmals erwähnt 3650pxFischenthal HörnliBerggasthof auf dem Gipfel des Hörnli 4250pxFischenthal StegPilgerherberge zum Steg, dahinter das Doktorhaus, 1690 erbaut 5150pxWald DorfkircheWald wurde 1217 erstmals urkundlich erwähnt 5850pxRapperswil Freienbach HolzstegDer 2001 erbaute Holzsteg, an der Stelle einer (prä-)historischen Brücke über den hier flachen Zürichsee 6950pxEinsiedeln EtzelpassKapelle St. Meinrad 8050pxEinsiedeln TeufelsbrückeBrücke über die Sihl beim Geburtshaus von Paracelsus 8250pxEinsiedeln Kloster EinsiedelnDas Kloster wurde 947 gegründet 88
Eine Aufbereitung in Form einer Navigationsleiste siehe hier:
Literatur
Jakobswege durch die Schweiz. Ott Verlag, ISBN 3-7225-6414-X. Der Schwabenweg – Pilgerwege der Schweiz. Konstanz/Einsiedeln, . Der Jakobus-Virus...ich war wie weg. Schopf-Verlag, Konstanz 2006, ISBN 978-3-938022-02-3.
Weblinks
Streckenbeschreibung vom Schwabenweg auf jakobsweg.de Schwabenweg bei camino-europe.eu ViaJacobi auf SchweizMobil Jakobspilger im Kloster Fischingen am Schwabenweg
Einzelnachweise
Kategorie:Fernwanderweg Kategorie:Jakobsweg in der Schweiz
Kategorie:Geschichte (Kanton Thurgau) Kategorie:Geschichte (Kanton St. Gallen) Kategorie:Verkehr (Bodenseeregion) Kategorie:Wanderweg in der Schweiz Kategorie:Jakobsweg in Deutschland Kategorie:Wanderweg in Baden-Württemberg Kategorie:Christlicher Pilgerweg in Deutschland